Zu über 20 interessierten Teilnehmende sprach Frau Prof. Heep am 25. November in der Handelskammer Hamburg zu Chinas demographischen Wandel und dessen gesellschaftliche und wirtschaftlichen Auswirkungen. Dabei stellt sie die rasante Entwicklung des Landes seit der Reform- und Öffnungspolitik bis in die 2010er Jahre vor. Die große Wachstumsphase dieser Jahre ist nun weitestgehend vorbei, da der Aufholprozess gegenüber dem Westen abgeschlossen ist, die Möglichkeit rentabler Investitionsmöglichkeiten abnehmen und steigende Löhne Chinas Rolle als weltweit günstigen Produktionsstandort schwächen.
Parallel dazu schreitet der demografische Wandel voran. Schon 2023 waren rund 297 Millionen Menschen in China über 60 Jahre alt – über 21 Prozent der Bevölkerung. Bis 2040 dürfte dieser Anteil auf rund ein Drittel ansteigen. Dies wird Auswirkungen auf Chinas Fähigkeiten haben, weiterhin stark in den Bereichen Produktion und Innovation zu bleiben.
Fraglich bleibt, ob Pekings Maßnahmen, mit denen dieser Entwicklung entgegengesteuert werden soll, erfolgreich sein werden. So soll das Renteneintrittsalter um wenige Jahre angehoben werden, dies geschieht aber über einen Zeitraum von 15 Jahren. Auch Initiativen, die Geburtenrate in China zu erhöhen, zeigten bisher noch keine Änderung des bisherigen Trends. Da sich Peking der demographischen und damit gesellschaftlichen Herausforderungen bewusst ist, werden diese Themen auch im kommenden Fünfjahresplan Pekings Thema sein.